Vortrag // 13:30 Uhr

Dr. Thorben Amann

Universität Hamburg, Institut für Geologie

Soll der Mensch eingreifen? Climate Engineering

Was passiert, wenn der Mensch absichtlich in das Klima auf der Erde eingreift, z.B. durch Techniken, die das Sonnenlicht reflektieren oder der Atmosphäre aktiv klimarelevante Gase entziehen, um die Erderwärmung zu bremsen? Climate Engineering ist ein Ansatz, dem Klimawandel aktiv entgegenzuwirken, indem die Hauptverursacher bekämpft werden. Der Geologe Dr. Thorben Amann zeigt auf, welche Optionen diskutiert werden, welche Nebeneffekte diese unmittelbaren Eingriffe in die Natur haben können und ob mit Climate Engineering das Klimaproblem gelöst werden kann.


Vortrag // 14:30 Uhr

Thomas Börger

Stromnetz Hamburg GmbH

Einmal vollladen, bitte! Elektromobilität in Hamburg

Ende 2016 sollen über 600 öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Hamburg zur Verfügung stehen. Thomas Börger und sein Team bei Stromnetz Hamburg bauen die dazu nötige Infrastruktur. Das Team koordiniert die Errichtung und den Betrieb der städtischen Ladeeinrichtungen. Alle Ladevorgänge an Ladeeinrichtungen, die in Hamburg an das von Stromnetz Hamburg betriebene System angeschlossen sind, werden über eine zentrale IT-Plattform gesteuert. Der Innovationsmanager berichtet über Herausforderungen und den aktuellen Stand des Projektes.


Workshop // 13:30 Uhr

Jana Fischereit & Dr. Ronny Petrik

Universität Hamburg, Institut für Meteorologie

Wie Städte das lokale Klima verändern - urbane Systeme

Jana Fischereit und Dr. Ronny Petrik liegen die Städte am Herzen. Die Folgen des Klimawandels sind gerade in städtischen Gebieten spürbar, da Städte das lokale Klima zusätzlich verändern. Diese Veränderungen können durch In-Situ-Messungen, Modellen und Fernerkundungsmethoden sichtbar gemacht werden. Welche lokalklimatischen Effekte haben Städte und wie wirken sich diese Effekte auf den Menschen aus? Wie stark unterscheiden sich die Effekte innerhalb der Stadt? In dem Workshop werden solche Fragen anhand von anschaulichen Beispielen bearbeitet.


Vortrag // 12:00 Uhr

Prof. Dr.-Ing. Peter Fröhle

Technische Universität Hamburg, Leiter des Instituts für Wasserbau

Hochwasserschutz der Zukunft - Wasserbau in Hamburg und an den Küsten von Nord- und Ostsee

Professor Fröhle beschäftigt sich mit der Planung wasserbaulicher Anlagen – an der Küste und in den Flussmündungen zählen dazu Küstenschutzsysteme wie Wellenbrecher und Buhnen zur Stabilisierung der Küste oder des Strandes und Hochwasserschutzanlagen wie Dünen, Deiche sowie Hochwasserschutzmauern und -tore. Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf diese Anlagen? In seinem Vortrag geht der Experte für Küstenwasserbau auf Fragestellungen ein, die auch Hamburg betreffen, z.B. Hochwasserschutz oder Hafenplanung.


Keynote // 10:00 Uhr // Audimax

Prof. Dr. Hermann Held

Universität Hamburg, Leiter Forschungsgruppe Nachhaltige Umweltentwicklung (FNU)

Klima geht uns alle an! Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel

Wir Menschen sind Teil des Problems und Teil der Lösung. Die Folgen des Klimawandels betreffen uns wirtschaftlich und gesellschaftlich, der Schutz des Klimas fordert uns vor allem technologisch. Im Eröffnungsvortrag gibt Professor Held Antworten auf zentrale Fragestellungen des globalen Klimawandels. Im Rahmen des Hamburger Exzellenzclusters CliSAP erforscht der Physiker und Ökonom Möglichkeiten, Investitionen in unser Energiesystem zu planen. Für Europa könnte der Klimawandel bedeuten, dass Nord-, Mittel- und Südeuropäische Länder im Energie- und Agrarbereich enger zusammenarbeiten. Held war Leitautor im jüngsten Bericht des Weltklimarats (IPCC). Dessen Ergebnisse haben die internationalen Klimaverhandlungen in Paris 2015 (COP21) maßgeblich geprägt. Der Leiter der Forschungsgruppe Nachhaltige Umweltentwicklung wird einige persönliche Eindrücke von IPCC und COP21 diskutieren.

*IPCC International panel on climate change, Weltklimarat

*COP21 Conference of parties, UN Climate change conference


Vortrag 13:00 // Vertiefung 13:30 Uhr

Dr. Ralf Kleiber

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Kernfusion -  Forschung für eine neue Energiequelle

Könnte Kernfusion eine Energiequelle der Zukunft werden? Bei der Kernfusion wird durch die Verschmelzung zweier Atomkerne sehr viel Energie frei - ohne Abfallprodukte, die das Klima oder die Umwelt nachhaltig schädigen. Dr. Ralf Kleiber beschäftigt sich mit den Grundlagen der Plasmaphysik für die Anwendung in einem zukünftigen Fusionskraftwerk. In seinem Vortrag spricht der Physiker über den Stand der Forschung und die Rolle der Kernfusion als mögliche Energiequelle.

Im Workshop gibt Ralf Kleiber vertiefende Einblicke in die Kernfusionsforschung und den Einschluss von Plasmen durch Magnetfelder.


Workshop // 13:30 Uhr

Prof. Dr. Wolfgang Mackens

Technische Universität Hamburg, Institut für Mathematik

Klima verstehen - Energiebilanzmodelle verdeutlichen komplexe Zusammenhänge

Das Phänomen Klima ist komplex – Klimamodelle sind es inzwischen auch. Weil in ihnen viele Mannjahre Forschungs- und Programmierarbeit stecken, sind sie für den Anfänger kaum noch zu überblicken. Im Grunde beruhen aber die meisten auf einer Balancierung der auf der Erde von der Sonne eingehenden und der von ihr wieder ausgestrahlten Energie. Im Workshop diskutiert der Mathematiker elementare Energiebilanzmodelle, die mit Mathematik- und Physik-Schulkenntnissen verstanden und angewendet werden können.


Vortrag 11:00  // Workshop 13:30 Uhr

Dr. Stephan Saupe

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Woher kommt die Energie der Zukunft? Wege zu einer nachhaltigen Energieversorgung

Mit welchen Energiequellen kann eine nachhaltige Energieversorgung der Menschen ermöglicht werden? Stephan Saupe vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeitet seit über 10 Jahren auf dem Gebiet der Energieforschung und beschäftigt sich u.a. mit Solarthermie. Der Physiker stellt in seinem Vortrag verschiedene Möglichkeiten der umweltfreundlichen Energiegewinnung vor und zeigt, wie diese dabei helfen können, den Klimawandel aufzuhalten.

 

Im Workshop wird Stephan Saupe das Thema solarthermische Kraftwerke vertiefen – wie funktionieren diese Kraftwerke, wo können sie gebaut werden und wie effizient sind sie?


Vortrag // 12:00 Uhr

Dr. Janpeter Schilling

Universität Hamburg, Institut für Geographie

Klimakonflikte – ferne Zukunft oder schon da? Soziale Folgen des Klimawandels

Dr. Janpeter Schilling beschäftigt sich mit den sozialen Folgen des Klimawandels. Wie reagieren die Menschen auf den Klimawandel? Führt der Klimawandel zu Konflikten um knappe Ressourcen? Und wenn ja, wie und wo? Was können wir tun, um Konflikte zu verhindern und Kooperation zu stärken? Janpeter Schilling beantwortet diese und weitere Fragen zu diesem spannenden Feld der Klimaforschung.

Vortrag // 12:00 Uhr

Prof. Dr. Johanna Baehr

Universität Hamburg, Institut für Meereskunde

Versiegt der Golfstrom? Ozeanmodellierung und Vorhersagen

Professorin Baehr beschäftigt sich mit Meeresströmungen und deren Auswirkungen auf das globale Klima. Große Strömungen im Meer, wie z.B. der Golfstrom, transportieren gigantische Mengen an Wärme um die ganze Welt und beeinflussen das Klima über den anliegenden Kontinenten. Durch den Klimawandel können sich diese Strömungen verändern. Ob und inwieweit man diese Änderungen vorhersagen kann, zeigt die Meereskundlerin in ihrem Vortrag.


BESUCH DES DKRZ // Abfahrt 13:00 Uhr

Michael Böttinger

Deutsches Klimarechenzentrum

Supercomputer bei der Arbeit

Etwa 100.000 Rechenkerne mit einer Spitzenrechenleistung von insgesamt 3 PetaFLOPS (1 PetaFlops = 10 hoch 15 Gleitkomma-Rechenoperationen pro Sekunde) - das leistet der aktuelle Klimarechner "Mistral" am DKRZ. Klimaforscher sind für ihre Arbeit auf solche Supercomputer angewiesen – komplexe Simulationen erfordern extrem hohe Rechenleistung und viel Speicherplatz. Die Mitarbeiter am DKRZ helfen den Klimawissenschaftlern, Rechenmodelle effizient auszuführen und Ergebnisse auszuwerten. Um aus den Unmengen von Daten Erkenntnisse zu gewinnen, werden sie "visualisiert" - also in Bilder verwandelt. Jeder kennt Temperaturkarten aus der Wettervorhersage. Das auch komplexere Vorgänge im Klimasystem mit Hilfe von speziellen Methoden sichtbar gemacht werden können, zeigt der Geophysiker an praktischen Beispielen.


Workshop // 13:30 Uhr

Dr. Mirjam Gleßmer

Technische Universität Hamburg, Koordinatorin für Lehrinnovation für das Dekanat Maschinenbau

Meere und Ozeane - die Physik des Meeres

Die Physik der Meere verstehen und ein Verständnis für die komplexen Prozesse in der Ozeanographie entwickeln - Dr. Mirjam Gleßmer hat sich viel vorgenommen für den Workshop „Meer und Ozeane“. Beinahe alles, was in unseren Meeren passiert und damit Wasserstände an Küsten, Strömungen im Meer und sogar das Klima beeinflusst, lässt sich mit einfachen Hilfsmitteln nachstellen. Im Workshop werdet ihr daher scheinbar "einfache" Experimente durchführen, mit denen ihr entdecken könnt, warum sie für Meeresforscher wichtige und keineswegs triviale Antworten liefern. Um dann mit der Ozeanographin zu diskutieren, wie physikalische Meeresforschung funktioniert.


Workshop // 13:30 Uhr

Dr.-Ing. Martin Jenett

Technische Universität Hamburg, Institut für Hochfrequenztechnik

Radargeräte zur Erforschung des Polareises -  wie man mit Radar 4000m dickes Eis misst

Kann man 4000 Meter dickes Eis messen? Ja, mit hochkomplexen Radargeräten. Dr.-Ing. Martin Jenett beschäftigt sich mit der Entwicklung von Radargeräten und -technik für die Klimaforschung. Eine Radartechnik, die es beispielsweise ermöglicht, die Schnee- und Eisbedeckungen der Pole zu erforschen und geeignete Stellen für sogenannte Eiskernbohrungen zu finden. Aus den Eiskernen können die Forscher den Verlauf des Klimas in der Vergangenheit direkt ablesen. Der Workshop behandelt die Funktion der Radargeräte und die Methoden, mit denen diese Technologie arbeitet.


Workshop // 13:30 Uhr

Dr. Michael Link

Universität Hamburg, Institut für Geographie

Nachhaltiges Küstenmanagement - Landnutzung und Küstenschutz

Die Küstenregionen sind stark vom Menschen genutzte Räume, die sensibel auf Umweltveränderungen reagieren. Der Mensch versucht, Teile der Küsten zu schützen, aber dies führt oft zu Konflikten mit anderen Nutzern der Küstenregionen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie sich Landnutzungen in Küstengebieten im Laufe der Zeit verändern. Was passiert, wenn die Landflächen in Küsten plötzlich anders genutzt werden? Sind diese Veränderungen immer positiv? Um derartige Fragen zu beantworten, geht der Geograph Dr. Peter Michael Link in die Luft. Mit Satelliten werden genaue Bilder der Küstenregionen gemacht und mit detaillierten Kartierungen am Boden verknüpft, so dass die Entwicklung dieser sensiblen Landschaften genau beschrieben werden kann. Der Workshop erklärt, wie diese Methode funktioniert und zeigt an praktischen Beispielen die Entwicklung von Küstenregionen.


Workshop // 13:30 Uhr

Prof. Dr. Kerstin Kuchta

Technische Universität Hamburg, Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft

Mit Elektroschrott Klima schützen - Klimaschonende Energietechnik

Jedes Jahr ein neues Handy? Und das alte? Natürlich recyceln! Professorin Kuchta entwickelt neue Methoden zum Recyceln wertvoller Rohstoffe und untersucht Abfallkreisläufe. Viele Bodenschätze wie z.B. Edelmetalle werden immer seltener und müssen häufig unter großem Energieaufwand gewonnen werden. Die Verbesserung von Recyclingkreisläufen schont die Umwelt und fördert die Nachhaltigkeit. Im Workshop erklärt die Verfahrenstechnikerin nachhaltige Abfallkreisläufe anhand von praktischen Beispielen.


Workshop // 13:30 Uhr

Dr. Dirk Notz

Max-Planck-Institut für Meteorologie

Wann ist die Arktis eisfrei? Regionale Auswirkungen des Klimawandels

Dr. Dirk Notz erforscht das Packeis in der Arktis und dessen Rolle für den Klimawandel. Er ist dabei immer wieder selbst vor Ort, um den gravierenden Eisverlust zu dokumentieren: In den letzten Jahrzehnten sind fast drei Viertel des Arktischen Packeises abgeschmolzen, mit bedeutenden Auswirkungen für Klima, Tierwelt und die Bewohner der Arktis. In seinem Workshop geht der Meteorologe der Frage nach, wie lange das verbleibende Packeis dem Klimawandel noch standhalten kann und welche Auswirkungen ein möglicher Eisverlust haben würde.


Workshop // 13:30 Uhr

Maike Scheffold & Felix Schreyer

Universität Hamburg

UN-Klimakonferenz 2015 - verhandelt für das Klima der Zukunft!

Paris, Dezember 2015 - 195 Staaten unterzeichnen einen Vertrag, der festschreibt, was gegen den Klimawandel getan werden soll. Die Verhandlungen sind zäh. Treibhausgase zu sparen ist teuer, die Klimafolgen aber vielleicht viel schlimmer. China und Indien wollen sich entwickeln, die USA Verantwortung abgeben, Afrika will Armut bekämpfen und Fidji überleben. Die Masterstudenten Maike Scheffold und Felix Schreyer zeigen naturwissenschaftlich und politisch Interessierten, was Klimawandel und Klimaschutz für verschiedene Regionen der Welt bedeutet und spielen mit Euch eine Klimakonferenz nach.


Vortrag // 11:00 Uhr

Prof. Dr. Heinke Schlünzen

Universität Hamburg, Leiterin der Arbeitsgruppe Mesoskalige und Mikroskalige Modellierung, Meteorologisches Institut

Hamburg - eine Stadt im Klimawandel. Regionale Auswirkungen des Klimawandels

Wie verändert sich das Klima regional, wie modifiziert Hamburg das regionale Klima? Professorin Schlünzen zeigt in ihrer Arbeit, wie sich regionale Klimaveränderungen auf kleinere Teilgebieten auswirken. Und sie zeigt, wie das Stadtklima ein zusätzliches Muster erzeugt. Die Klimaforscherin schildert uns, welche Auswirkung der Klimawandel auf die Stadt Hamburg hat, was sich für uns als Einwohner der Stadt Hamburg verändert und wie die Stadt selbst vor Ort das Klimasignal verändert.